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Im Stimmtraining wird das energische NEIN-Sagen mit einer dazugehörigen Geste trainiert. Foto: M. LouiaIm Stimmtraining wird das energische NEIN-Sagen mit einer dazugehörigen Geste trainiert. Foto: M. Louia

Projekt N.E.I.N. bietet für Kinder im Vorschulalter / für Schulanfänger das speziell auf diese Altersgruppe zugeschnittene Kindersicherheitstraining an. Schwerpunkt hierbei ist das Verhalten gegenüber fremden Personen.

Ziele des Trainings:    

+ Schulung der Wahrnehmung einer Situation  ("Was will der von mir?")

+ Entwicklung von Schutzinstinkten  ("Was sagt mir mein Bauchgefühl?")

+ Stärkung des selbstbewussten Auftretens  ("NEIN - ich will das nicht!")

"Soll ich Dir mal den kleinen Hund in meinem Auto zeigen?" Ausschnitt aus einem Rollenspiel beim Kindersicherheitstraining; Foto: Timo Plankenhorn"Soll ich Dir mal den kleinen Hund in meinem Auto zeigen?" Ausschnitt aus einem Rollenspiel beim Kindersicherheitstraining; Foto: Timo PlankenhornWarum Kindersicherheitstraining?

Standardsätze für den Umgang mit fremden Personen wie "Geh nicht mit Fremden mit!" oder "Nimm von Fremden keine Süßigkeiten!" haben Kinder sicherlich schon etliche Male gehört und mit einem eifrigen Kopfnicken beantwortet. Warum sie dies aber nicht tun sollen, erschließt sich ihnen in Wirklichkeit jedoch in den seltensten Fällen. Das Bild vom "bösen Fremden" ist in ihrem Kopf einfach viel zu vage. Sie haben bei Weitem keine Vorstellung davon, wie Fremde sie im Gespräch manipulieren können und so die Informationen bekommen, die sie wollen.

Genau hier setzt das Kindersicherheitstraining an. In einer Vielzahl von Rollenspielen kann das Kind im wahrsten Sinne des Wortes "erfahren", warum es keine Süßigkeiten oder Geld annehmen soll, warum ein  Abstand zum Auto des Fremden sinnvoll ist und warum der Fremde ihm mit Sätzen wie "das machen andere Kinder aber auch" oder "bist Du aber unhöflich" kein schlechtes Gewissen bereiten kann.

Erst durch die erlebte Erfahrung aus diesen Rollenspielen findet die Verknüpfung eines elterlichen Warnsatzes mit der Vorstellung einer konkreten Gefahr statt. Das Kind entwickelt ein Gefahrenbewusstsein und hat so ein Werkzeug an der Hand, um gegen verbale Manipulationsversuche geschützt zu sein.

Präventiv bieten wir auch Vorträge zum Thema "Kindersicherheit und Selbstbehauptung" für Schulklassen, Elternabende, Vereine und Institutionen an. 

NEIN-Sagen will geübt sein. Foto: M. LouiaNEIN-Sagen will geübt sein. Foto: M. LouiaAufbau des Kindersicherheitstrainings

Als Einstieg und vor allem zum Üben des Zauberwortes "NEIN" ist das Thema "Richtig streiten" vorgeschaltet. Im Gesprächskreis erarbeiten wir die verschiedenen Streittypen und stellen Regeln für das richtige und durchaus notwendige Streiten auf. Die Kinder lernen, dass man auch ohne Beleidigungen, Gebrüll und vor allem ohne die Anwendung körperlicher Gewalt für seine Rechte einstehen kann und soll.  In kleinen Rollenspielen und einem Stimmtraining werden Sätze wie "NEIN - das will ich nicht!" oder "Ich möchte, dass Du aufhörst ...!" geübt. Im Anschluss an die darauffolgende Frühstückspause beginnt der Themenkomplex "Umgang mit fremden Personen".

 

 

Gemeinsam sind wir stark! Foto: Timo PlankenhornGemeinsam sind wir stark! Foto: Timo Plankenhorn

Abschluss der gesamten Trainingseinheit ist ein kurzes praktisches Selbstverteidigungstraining, bei welchem die Kinder in der Situation sind, dass sie durch einen Fremden am Arm festgehalten werden. Hier lernen sie den Einsatz einer sog. "Schocktechnik", um sich durch anschließendes Loßreißen und Weglaufen dem Angreifer entziehen zu können.

 

"Nur wer die Gefahr kennt, steht ihr im entscheidenden Moment nicht ohnmächtig gegenüber"